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Stundenlohn eines Personal Trainers

Ein Personal Trainer sollte mindestens 60,- € pro Trainingsstunde verlangen! Wie viel ein Personal Trainer tatsächlich verdient, lässt sich nicht in einem fixen Jahres- oder Monatsbetrag darstellen. Gerade Berufseinsteiger verlangen oft zu geringe Stundensätze, um die eigene Selbständigkeit langfristig zu finanzieren.

In dem nachfolgenden Artikel erfährst du, weshalb der Stundensatz von 60,- € aus wirtschaftlicher Sicht notwendig ist.

Personal Trainer Verdienst und Gehalt

Der Unterschied zum Angestelltenverhältnis

Wenn Fitnesstrainer sich nach langjähriger Arbeit im Angestelltenverhältnis selbständig machen wollen, kalkulieren sie den Umsatz, den sie generieren möchten, häufig zu gering.

Dadurch stufen sie den Wert ihrer eigenen Dienstleistung unrealistisch niedrig ein und bieten sich zu günstig am Markt an. Dass das eher Einsteigern passiert, liegt an mangelnder Berufserfahrung und einer falschen Einschätzung der Marktverhältnisse.

Wenn wir davon ausgehen, dass ein Fitnesstrainer im Angestelltenverhältnis etwa 2.400,- € brutto verdient, dann kommt er je nach Steuerklasse auf knapp 1.600,- € Nettolohn pro Monat. Bei einer 38-Stunden-Woche bedeutet das einen Stundenlohn von etwas über 10 Euro netto.

Kein Wunder also, dass er den Stundensatz eines Personaltrainers von 50, 60 oder gar 80 Euro als unrealistisch einschätzt.

Anhand des folgenden Beispiels werden die Kosten für eine angebotene Trainerstunde verdeutlicht.

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Die Sicht aus der Selbständigkeit

Will der selbständige Personal Trainer nun auf das gleiche Gehalt wie der angestellte Fitnesstrainer bei üblichen 13 Monatsgehältern kommen, sieht die Rechnung schon ein bisschen anders aus:

Zum Jahresgehalt des angestellten Fitnesstrainers von 31.200,- € (13 x 2.400,- €) muss er erstmal zusätzlich den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung von etwa 20 Prozent hinzurechnen.

Somit kommen wir auf einen Betrag von rund 37.440,- €.

Die Berechnung des Stundensatzes

Wenn wir nun bei 365 Jahrestagen die Wochenenden (103 Tage) und Feiertage (10 Tage) und den üblichen Urlaub (30 Tage) abziehen, bleiben noch 222 produktive Arbeitstage.

Davon ausgehend, dass der angestellte Trainer nie krank ist und keine Arbeitstage zugunsten von Weiterbildungsmaßnahmen in Anspruch nehmen muss, bleibt ein Verdienst an einem einzelnen Arbeitstag von 168,- € (37.440 : 222).

So kommen wir auf einen Stundensatz bei einer 38-Stunden-Woche von 22,- €.

Da allerdings nicht jede Arbeitsstunde eines Personaltrainers eine Trainerstunde ist, können wir diesen Wert nicht direkt übernehmen. Folgende Faktoren müssen zusätzlich beachtet werden.

1. Administrative Aufgaben

Der Personaltrainer muss neue Kunden anwerben, Rechnungen schreiben, seiner Buchführungspflicht nachgehen und sämtliche kaufmännische Aufgaben seines Geschäfts übernehmen. Wenn wir davon ausgehen, dass er 30 Prozent seiner Arbeitszeit hierfür benötigt, kommen wir auf einen Stundensatz von etwa 29,- €.

2. Geschäftskosten des Personaltrainers

Zusätzlich zu der eigenen Arbeitskraft muss der Personaltrainer Kosten für Werbemaßnahmen, Büro- und Trainingsausstattung, betriebliche Versicherung, Telekommunikation, Weiterbildungen, gegebenenfalls einen Geschäftswagen und die Anmietung von Trainingsräumen mit einbeziehen. Davon ausgehend, dass wir die Betriebsausgaben bei einem Wert von ebenfalls 30 Prozent ansetzen, so liegt der Stundensatz nun bei etwa 38,- €.

3. Steuerliche Abgaben

Da sich der Personaltrainer mit seiner Dienstleistung an den Endkunden richtet, muss er die Umsatzsteuer berücksichtigen und diese in seinem Angebot der Trainerstunden mit einbeziehen. Er kann die Umsatzsteuer zwar in seinem Wareneinkauf (zum Beispiel in der Beschaffung von Trainings- oder Büromaterial) geltend machen, jedoch muss er sie in seinem Dienstleistungsangebot aufführen und tragen. Somit kommen wir auf einen Stundensatz von knapp 46,- €.

Aufschlag für unternehmerisches Risiko

Um seine Kosten also decken zu können und vergleichsweise so viel zu verdienen wie ein Angestellter, muss der selbständige Personaltrainer in unserer Beispielrechnung mindestens 46,- € für eine Trainerstunde verlangen.

Bei den Kosten einer Trainingsstunde von 60,- €, wird dem unternehmerischen Risiko seiner Selbständigkeit und seinem eingesetzten Eigenkapital ein Wert von 14,- € pro Trainerstunde beigemessen.

Dabei hat er seine Altersvorsorge, eigene Krankheitsfälle sowie auch das Risiko einer schlechten Auftragslage und somit ausfallende Gewinne und nicht zuletzt auch seinen eigenen Lebensunterhalt selber zu tragen.

Aus diesem Grund sind die Kosten von mindestens 60,- € für eine in Anspruch genomme Trainerstunde bei einem Personaltrainer nicht außergewöhnlich und absolut gerechtfertigt. ​

Infografik Stundenlohn als Personal Trainer

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Infografik Stundenlohn als Personal Trainer

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