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Yoga-Schriften

Eine Vielzahl unterschiedlicher Quellen und Grundlagentexte haben die Entwicklung des Yoga beeinflusst und bilden zum Teil bis heute dessen Grundlage. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Yoga-Schriften zusammengefasst.

Frauen üben Yoga Übungen aus.

Veden (Sanskrit: abgeleitet von Veda, heiliges Wissen)

Der Veda ist die älteste bis heute erhaltene Schrift des antiken Indiens und wurde ca. 1500 – 800 v. Chr. von Vyasa niedergeschrieben. Die Veden sind kein einzelnes literarisches Werk, sondern eine Sammlung philosophische Texte, religiöse Dichtung sowie ritueller Mantras und Formeln, die durch prosaische Passagen erläutert und interpretiert werden. Es gibt insgesamt vier Veden sowie 108 Upanishaden (letzter Teil der Veden). In diesen ist die Vedanta Philosophie (wörtlich: das Ende des Wissens) verankert. Sie gehören zum Jnana Yoga.

Smritis (Sanskrit: "was erinnert wird")

Smirtis ist die Bezeichnung für heilige Texte die den Indern durch menschliche Erinnerung als überliefert gelten. Sie enthalten Gesetzestexte und Verhaltensregeln für alle Lebenslagen.

Puranas (Sanskrit: alte Erzählungen)

Bei den Puranas handelt es sich um vorwiegend mündlich überlieferte Texte aus den Jahren 400 – 1000 n. Chr. Sie gehören zu den wichtigsten heiligen Schriften des Hinduismus. Sie beinhalten Beschreibungen zu Zeremonien und Feste zur Verehrung der Hauptgottheiten Shiva, Vishnu und Brahma sowie Regeln und Pflichten um das soziale und religiöse Leben zu ordnen. Der Inhalt der Puranas wurde bei der mündlichen Überlieferung oft angepasst um spannender oder leichter verständlich zu wirken oder regionalen Bezug herzustellen. Daher existiert hiervon keine einheitliche Version.

Itihasas

Um die Weisheit der Veden leichter verständlich zu machen, wurden diese in Heldenepen, die Itihasas verpackt. Beispiel hierfür ist das Mahabharata, das be­kannteste indische Epos und gleichzeitig das Grundlagenwerk des Karma- und Bhakti-Yoga.

Bhagavad Gita (Sanskrit: „Der Gesang Gottes“)

Im bedeutendsten philosophischen Text des Mahabharata, dem Bhagavad Gita, wird das Göttliche in Form von Sri Krishna dargestellt, der den Pfad der höchsten Wirklichkeit durch die Wege des selbstlosen Handelns (Karmayoga), der Hingabe an das Göttliche (Bhakti Yoga) und den Weg der Erkenntnis darstellt. (Jnana Yoga). In einem Zwie­gespräch zwischen Krishna und Arjuna auf einem indischen Schlachtfeld, welches symbolisch für die Kämpfe im Menschen zwischen seinem Ego und seiner höheren, wahren Natur steht, geht es um die Kunst des richtigen Lebens und Handelns in der Welt, dem Menschen und der Beziehung zum Göttlichen.

Sutras (Sanskrit: Regel, Leitfäden)

Sutras sind einprägsame in Versform verfasste Lehrtexte mit Merksatz-Charakter. Die bekanntesten Sutras bilden das Yoga Sutra des Patanjali als Grundlagenwerk des Raja Yoga und die Brahma Sutras von Vyasa als Grundlagenwerk des Jnana Yoga.

Hatha Yoga Schrifen

Die Hatha Yoga Schriften wurden als Teile der Tantra-Philosophie ungefähr im 12. – 18. Jahrhundert verfasst. Eine der bekanntesten Schriften bildet die Hatha Yoga Pradipika, verfasst von Swatmarama. Dort grenzt er den spirituellen Yoga (Raja Yoga) vom körperlichen Yoga (Hatha Yoga) ab. Hatha Yoga bezeichnet hier eine Stufe auf dem Weg zum Raja Yoga.

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