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Ausdauertraining hat eine hohe gesundheitliche Relevanz und besitzt vielseitige Einflüsse auf verschiedene Organsysteme. Wer regelmäßig Ausdauersportarten nachgeht, trainiert nicht nur sein Kreislaufsystem und regt den Muskelstoffwechsel an, sondern ist auch langfristig glücklicher. Studien haben bewiesen, dass bei der Ausübung von Ausdauersport Glückshormone freigesetzt werden.

Beeinflussbare Organsysteme

Herz-Kreislauf-System

  • kardioprotektive Funktionen
  • Erhöhung des Schlagvolumens
  • Erhöhung des Herzminutenvolumens
  • Senkung der Ruheherzschlagfrequenz/des Ruhepuls
  • Verbesserung der Sauerstoffaufnahme Kapazität
  • Kapillarisierung (bis zu 3x mehr Kapillare pro Muskelgewichtseinheit durch die Öffnung von Ruhekapillaren, Verlängerung vorhandener Kapillaren und Neubildung von Kapillaren)

Muskulatur

  • Verschiebung der Muskelzellen bzw. des Muskelfaserspektrums zugunsten der Typ I Fasern
  • Vermehrung der Mitochondrien
  • Vermehrung spezifischer Enzyme (z. B. Enzyme des Citratzyklus)
  • Erhöhung der Glykogenspeicher
  • Ausbildung des Sportherzens (selten!) = harmonische Vergrößerung des Herzmuskels und der Herzhöhlen

Blut

  • Blutvolumen erhöht sich um bis zu 1–2 l (dadurch Steigerung der Pufferkapazität des Blutes)
  • Zunahme des Blutplasmas
  • Vermehrung der roten Blutkörperchen
  • Vermehrung des Hämoglobins (roter Blutfarbstoff)
  • Erhöhung der Lipidkonzentration im Blut

Atmungssystem

  • Ökonomisierung der Atemfunktion
  • Erhöhte Atemtiefe
  • Niedrigere Atemfrequenz in Ruhe und submaximaler Belastung
  • Erhöhung der VO2max

Quellen

  • Muster M.; Zielinski, R. (2006): Bewegung und Gesundheit. Gesicherte Effekte von körperlicher Aktivität und Ausdauertraining. Steinkopff Verlag, Darmstadt
  • Neuman; Pfützner; Berbalk (2011): Optimiertes Ausdauertraining. Trainingsplanung, Leistungsaufbau, Ernährungstipps. Meyer+Meyer Verlag, Aachen
  • Fritschle, R. (2019): Effekte eines kombinierten Kraft- und Ausdauertrainings in unterschiedlicher Reihenfolge auf Kraft und Ausdauerparameter und die Hypertrophie des Musculus quadriceps femoris. Dissertation, Universität Ulm
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