Atemvolumina, Atemkapazität & Lungenkapazität

Muskelkarten Mockup
KOSTENLOSE LERNKARTEN Muskelkarten - 52 Lernkarten der menschlichen Anatomie

Deine kostenlosen Lernkarten mit fundiertem Wissen zu Muskeln aus drei Kategorien, für zuhause oder unterwegs.

Jetzt herunterladen
Eine Person führt einen Lungenfunktionstest durch.
© tradol (stock.adobe.com) | Adobe Stock #351457750
Redaktionelle Richtlinien Warum du uns vertrauen kannst

Die Menge der bei der Ein- und Ausatmung in die Lunge hinein- und wieder heraustransportierten Luft wird als Atemvolumen bezeichnet.

Die Totalkapazität der Lunge liegt bei ca. 6 Liter. Dieses Lungenvolumen teilt sich auf in die Vitalkapazität und in das Residualvolumen.

Vitalkapazität und Residualvolumen

Als Vitalkapazität bezeichnet man die maximal ventilierbare Luftmenge. Der Anteil der Vitalkapazität liegt bei ca. 4,5 l und wird in drei Bestandteile untergliedert:

  • Atemzugvolumen
  • inspiratorisches Reservevolumen
  • exspiratorisches Reservevolumen

Das inspiratorische Reservevolumen ist mit etwa 3 l der größte Volumenanteil an der Vitalkapazität. Es beschreibt die Menge an Luft, die zusätzlich zur normalen Einatmung aufgenommen werden kann.

Das Atemzugvolumen ist mit 0,5 l kleinster Bestandteil der Vitalkapazität. Dies ist die Menge an Luft, die während eines regelrechten, d.h. durchschnittlich „normalen" Atemzuges aufgenommen wird (vgl. Bley et al., 2015).

Hingegen ist das exspiratorische Reservevolumen die zusätzliche Luftmenge, die nach einer normalen Ausatmung abgegeben werden kann. Sie nimmt mit ca. 1,5 l den mittleren Platz bei der Anteilsverteilung der Vitalkapazität ein.

Die Vitalkapazität variiert anhand verschiedener Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Körperbau und Trainingszustand. Während eine erhöhte Vitalkapazität für einen guten Trainingszustand spricht, kann eine verminderte Kapazität eine krankhafte Ursache haben (Rost, 2005).

Trotz maximaler Ausatmung verbleibt noch eine gewisse Luftmenge in der Lunge. Es kommt also zu keiner vollständigen Luftentleerung der Lunge. Dieses Volumen, das nach maximaler Ausatmung noch in der Lunge verbleibt, wird als Residualvolumen bezeichnet. Das Residualvolumen liegt bei ca. 1,5 l.

Atemhilfsmukulatur

Die normale Atemfrequenz liegt bei 12-15 Atemzügen in der Minute. Kommt es zu einer anstrengenden Tätigkeit, kann die Atemfrequenz bei einer erwachsenen Person auf bis zu 40 Atemzüge pro Minute ansteigen. Dann unterstützt die Atemhilfsmuskulatur verstärkt den Prozess der Ein- und Ausatmung, bei dem sonst vor allem das Zwerchfell und die Interkostalmuskulatur tätig sind.

Zu den Atemhilfsmuskeln zählen folgende Muskeln für die Einatmung: Mm. scaleni, M. serratus posterior superior, M. serratus posterior inferior, M. serratus anterior, M. sternoclaidomastoideus, M. pectoralis major und minor.

Bei der Ausatmung sind vor allem die Mm. intercostales interni, Mm. subcostales, M. transversus thoracis und die Bauchmuskulatur beteiligt (Schiebler, 2005).

Muskelkarten Mockup
KOSTENLOSE LERNKARTEN Muskelkarten - 52 Lernkarten der menschlichen Anatomie

Deine kostenlosen Lernkarten mit fundiertem Wissen zu Muskeln aus drei Kategorien, für zuhause oder unterwegs.

Jetzt anfordern

Totraumbelüftung

Ein Drittel der eingeatmeten Luft dient der sog. Totraumbelüftung. Als Totraum gelten jene Bereiche, in denen die Luft nicht am Gasaustausch teilnimmt. Dies sind zum Beispiel die Nase und die Luftröhre. Die Luft wird dort auf die Lunge vorbereitet, indem sie erwärmt und befeuchtet wird. Zwei Drittel der eingeatmeten Luft befindet sich in den Alveolen. Dort nimmt die Luft am Gasaustausch teil.

Literatur

  • Bley et al. (2015). I care Anatomie, Physiologie. S. 166. Stuttgart: Georg Thieme Verlag.
  • Rost, R. (2005). Sport- und Bewegungstherapie bei Inneren Krankheiten. Lehrbuch für Sportlehrer, Übungsleiter, Physiotherapeuten und Sportmediziner. S. 19. Köln: Deutscher Ärzte-Verlag GmbH.
  • Schiebler, T. (Hrsg.) (2005). Anatomie. Histologie, Entwicklungsgeschichte, makroskopische und mikroskopische Anatomie, Topographie (9. Auflage). S. 226. Heidelberg: Springer Medizin Verlag.
4.6/5 (48 Bewertungen)
| Zum Bewerten bitte einloggen

Was dich in diesem Blog erwartet

Willkommen auf unserem Blog zu den Themen Sport, Fitness, Ernährung und Gesundheit!
Die Akademie für Sport und Gesundheit ist ein interdisziplinäres Team von Experten, das sich der Aus-, Fort- und Weiterbildung verschrieben hat. Hierzu zählt für uns natürlich auch die ständige Wissensvermittlung in unserem Magazin.
Auf unserem Blog findet ihr zahlreiche nützliche Tipps und Tricks rund um die Themen Fitness, Ernährung und Gesundheit. Von trainingswissenschaftlichen Erkenntnissen und Workout-Routinen über gesunde Rezeptideen bis hin zu Tipps zur Stressbewältigung bieten wir alles, was Fitnesstrainer, Coaches und Kursleiter wissen sollten.
Wir selbst sind begeisterte Sportler und glauben daran, dass eine aktive Lebensweise und eine gesunde Ernährung wichtig sind, um sich gut zu fühlen und langfristig leistungsfähig zu bleiben.
Wir achten darauf, dass alle unsere Artikel auf dem neuesten Stand der Wissenschaft sind und von Experten geprüft wurden. Unser Ziel ist es, euch dabei zu unterstützen, euer Wissen zu erweitern.
Schaut regelmäßig vorbei und lasst euch von uns inspirieren!
Wir freuen uns auf eure Rückmeldungen und Anregungen.

Warum du den Inhalten in diesem Blog vertrauen kannst

Fundierte wissenschaftliche Informationen sind gerade im Sport- und Gesundheitsbereich unerlässlich. Deshalb ziehen wir nur geprüfte wissenschaftliche Quellen heran, die den aktuellen Forschungsstand abbilden.
Zudem müssen sich alle Redakteure an unsere redaktionellen Richtlinien halten, wenn Inhalte von ihnen publiziert werden sollen.

 

Redaktionelle Richtlinien

Unsere redaktionellen Richtlinien legen fest, wie Inhalte erstellt, bearbeitet und veröffentlicht werden sollen. Sie dienen als Leitfaden für das Verhalten der Redakteure und sollen dazu beitragen, dass die Inhalte einer Publikation konsistent, professionell und verlässlich sind. Mehr zu unseren redaktionellen Richtlinien