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Was tun gegen den Jojo Effekt

Leerer Teller mit Besteck

Diät, wie sich das schon anhört. In unserem Sprachgebrauch steht es für Verzicht. „In nur 2 Wochen können Sie mit der Kohlsuppendiät 10 KG verlieren!“ Das klingt doch verlockend. Wenn doch nur der Jojo Effekt nicht schon vorprogrammiert wäre. Der Jojo Effekt beschreibt den Gewichtsverlust während einer Diät mit anschließender Gewichtszunahme. Ein durchaus unerwünschter Effekt. Hat man sich doch gerade tagtäglich motiviert, sich stringent an den Ernährungsplan gehalten und zwei Wochen lang lediglich Kohlsuppen zu sich genommen…


Eigentlich beschreibt das Wort Diät lediglich die „richtige“ Ernährungsweise und nicht den Nahrungsmittelverzicht mit komplett einseitiger Nahrungsaufnahme. Aber was ist nur ein gesundes Essverhalten und wie kann der Jojo Effekt verhindert werden?

Essgewohnheiten langsam umstellen

Von 0 auf 100 seine Ernährungsgewohnheiten umstellen, alles was schmeckt streichen und sich z.B. von vermeintlich gesunden Smoothies ernähren. Für solch ein Vorhaben benötigt man nicht nur viel Durchhaltungsvermögen, sondern auch noch einen extrem anspruchslosen Appetit. Die Radikalität, mit der Diäten zum Teil begonnen werde, die Einseitigkeit der Nahrungsmittel und die schwindende Lust auf Nahrung, da vieles was schmeckt verboten ist, sorgen dafür, dass Diäten oftmals nicht langfristig umgesetzt werden können. Und darum geht es eigentlich: Eine langfristige (!) Umstellung des Essverhaltens. Es bedarf ein wenig Zeit die alten Essgewohnheiten umzustellen und sich die Zeit für frisches Essen zu nehmen! Es lohnt sich aber allemal und ist in jedem Fall einen Versuch wert.

Wie geht eine gesunde Ernährung?

Nun wäre zu klären, was denn die richtige Ernährungsweise ist. Wir werden fündig, fernab von Fertigprodukten und Fast Food, und orientieren uns Richtung frisch & gesund. Jedoch spätestens seit dem Erdbeerkäse-Eklat von RTL2 ist bekannt, dass die Einteilung von Lebensmitteln in die Rubrik von frischen & gesunden durchaus unterschiedlich bewertet werden.
Zu Beginn sollte die Einstellung zu Lebensmitteln und der Zubereitung überdacht werden. Es lohnt sich, selber zu kochen, frische Zutaten zu verwenden, keine vorbereiteten Produkte zu verwenden (z.B. Tiefkühlgemüse in Sahnesauce) und sowieso auf Fertiggerichte zu verzichten.

Trends interessieren zu Beginn nicht

Natürlich locken auch in diesem Bereich Lifestyle-Trends wie Quinoa und Co. Es ist aber zu Beginn gar nicht notwendig, einem Ernährungstrend hinterherzulaufen. Starte einfach, wie mit jeder Umstellung: Setz dir kleine Etappenziele! Es gibt nichts Schlimmeres, als sich morgen ein Haferflockenbrei mit Quinoa, Sprossen und Goji Beeren reinzupfeifen, wenn man es eigentlich gar nicht mag. Versuche es beispielsweise lieber so:

1. Ziel: Zuckeraufnahme reduzieren. Wenn du das geschafft hast, dann behalte die reduzierte Zuckeraufnahme bei und suche dein nächstes Ziel.
2. Ziel: Wöchentlich einen Korb mit frischem Gemüse kaufen und aufbrauchen. Wenn du das geschafft hast, behalte es bei und nimm dein nächstes Ziel in Angriff.

Mache einfach so weiter und setze dir immer wieder neue Etappenziele. Beachte hierbei: die Zielsetzung muss natürlich immer individuell erfolgen.

Du siehst schon: es bedarf keinen Wundermitteln, um sich gesund zu ernähren. Besonders wichtig ist eine ausgewogene Ernährung, bei der natürlich auch z.B. Schokolade vorkommen darf. Völliger Verzicht ist kontraproduktiv und außerdem schmeckt sie auch einfach zu gut. Für alles, was beim ans Papier reiben das Blatt durchsichtig macht, zählt aber der Ausspruch: „Weniger ist mehr.“

Finde also die Ernährungsweise, die du langfristig in dein Leben integrieren kannst. Solltest du Hilfe benötigen, empfiehlt sich der Gang zum Ernährungsberater.

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