Unterschied zwischen Eustress und Distress

Positiver und negativer Stress

Denkt man an Stress, so ist das bei vielen Leuten mit einem negativen Beigeschmack behaftet. Viele sind sich dessen nicht bewusst, dass es verschiedene Arten von Stress gibt: Eustress und Distress.

Doch was hat es denn genau mit diesem Stress auf sich?

Eustress und Distress

Eustress kann gewissermaßen als gute Form von Stress gewertet werden. Er treibt uns (in Verbindung mit weiteren körperlichen und psychischen Anreizen) voran, zum Beispiel wenn wir arbeiten, die Wäsche aufhängen oder Sport treiben. Stress kann uns also motivieren und dazu bewegen, Leistung zu erbringen und eine Aufgabe zu verfolgen. Um also produktiv und gefordert zu sein, braucht man ein gesundes Maß an positivem Stress. Eustress hilft uns also „am Ball zu bleiben".

Steigt hingegen unsere Stressbelastung und ist für uns nicht länger angenehm und auch die einhergehenden Aufgabenstellungen sind nicht mehr zu bewältigen, so entsteht Distress.

Negativer Stress tritt also auf, sobald wir uns mit anfänglich positivem Stress überfordert fühlen. Dies kann frustrierend wirken, weil keine absehbare Lösung für die zu bewältigende Aufgabe in Sicht ist. Mit dieser Art von Stress mussten die meisten von uns bereits eigene Erfahrungen sammeln.

Ein negatives Lebensereignis kann ebenfalls ein Auslöser von Distress sein, dies ist allerdings im Vorfeld nicht zu beeinflussen.

Körperliche Auswirkungen dieser Stressart können Bluthochdruck, Verdauungsprobleme, ein Anstieg des Blutzuckerspiegels, unregelmäßiges/flaches Atmen und auftretende Allergien oder Hautirritationen sein. Verhaltensbedingte Symptome können in Form von Appetitlosigkeit, Heißhungerattacken, Lustlosigkeit oder Müdigkeit auftreten.

Erfahren Sie mehr über die Auswirkungen von Stress in dem Artikel „Was ist Stress?".

Wie vermeide ich negativen Stress?

Es kommt also darauf an, wie man mit Stress umgeht, damit dieser entweder positive oder negative Eigenschaften hat. So kann man eine gewisse Toleranz gegenüber Stress entwickeln. Hierbei spielen zu der eigenen Verfassung auch die äußerlichen Gegebenheiten und der Zeitpunkt bei der Einwirkung von Stress eine nicht unwesentliche Rolle. Dabei geht es nicht hauptsächlich darum, dem Stress aus dem Weg zu gehen, sondern vielmehr darum, ihn positiv zu nutzen, um Leistung erbringen zu können ohne sich dabei selbst zu überfordern. Mit folgenden Verhaltensweisen kann man Distress vermeiden:

- Lernen „Nein" zu sagen
- Entscheidungsbereit sein
- Sich nicht für alles verantwortlich machen
- Negative Gegebenheiten akzeptieren
- Perfektionistisches denken vermeiden
- Seine Gesundheit in den Vordergrund stellen
- Nicht ständig erreichbar sein
- Sich eine Auszeit gönnen
- Eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährungsweise verfolgen
- Die eigene Leistung wertschätzen
- Seine Gedanken auch mal schweifen lassen

Diese Punkte können Ihnen helfen, Stress zu vermeiden. Weiteres zum Thema Stressbewältigung können Sie in einem weiteren Artikel nachlesen.

Fazit

Zu Unrecht ist Stress sehr negativ vorbelastet. Es gibt auch positive Eigenschaften des Stress – und zwar die des Eustress. Distress hingegen ist zu vermeiden und wirkt sich langfristig negativ auf die eigene Gesundheit aus. Versuchen Sie, Stress konstruktiv zu nutzen, anstatt ihn destruktiv gegen ihr Wohlbefinden zu richten. So lernen Sie mit der Zeit einen bewussten Umgang mit Stress kennen und vermeiden langfristige negative körperliche und psychische Auswirkungen.

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