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Gänsehaut – ein evolutionäres Überbleibsel

Gänsehaut

Vom Erscheinungsbild erinnert die Gänsehaut an die Haut einer gerupften Gans oder die eines gerupften Huhns, was der Gänsehaut auch ihren Namen verleiht (Schweiz: Hühnerhaut).

Physiologie der Gänsehaut

Die Gänsehaut (lat: cutis anserina, med: Piloerektion) ist eine Reaktion des Körpers auf Kälte, Angst, Ekel oder Erregung. Das unwillkürliche Aufrichten der Körperbehaarung wird von dem Musculus arrector pili gesteuert. Dieser sitzt an jedem Haarbalg und reagiert auf die Reize der Umwelt. Er sorgt dafür, dass die Haarfollikel sich erheben und sich die unebene Haut darstellt. Die Gänsehaut tritt am ganzen Körper auf, wird aber jedoch nur an den Extremitäten deutlich wahrgenommen.

Gänsehaut – ein evolutionäres Überbleibsel

Häufig tritt die Gänsehaut bei Kälte auf. Der Grund dafür liegt in der Geschichte der Menschheit. Unsere Vorfahren hatten eine starke Körperbehaarung. Das Aufrichten der Körperhaare sorgt für ein wärmendes Luftpolster unter der Haut und schützt den Körper so vor dem Auskühlen. Heute, wo die Körperbehaarung nicht mehr so stark ausgeprägt ist, ist dieser Schutzmechanismus nicht mehr so wirkungsvoll. Dennoch wird er ausgelöst, da es sich um einen unwillkürlichen und in der Evolution begründeten Reiz handelt.

Gänsehaut bei Ekel und Angst

Warum sich die Haare auch bei emotionalen Reizen wie Ekel und Angst aufstellen, ist leider nicht eingehend wissenschaftlich begründet. Es werden lediglich Theorien angeführt, wie beispielsweise, dass das Aufstellen der Körperbehaarung bei Angst, zu einem imposanteren Erscheinungsbild führt und mögliche Feinde so abschreckt.

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