Der Deltoideus wird auch als Deltamuskel bezeichnet.
Er bildet die runde, definierte Schulterkontur und erinnert in seiner Form an den griechischen Buchstaben Delta (Δ) – daher der Name.
Der Deltamuskel ist ein sehr kräftiger Muskel, der bei vielen alltäglichen und sportlichen Aktivitäten zum Einsatz kommt.
Anatomisch gesehen besteht der Deltamuskel aus drei verschiedenen Gruppen von Muskelfasern, nämlich
Jeder dieser Anteile zieht in einer leicht anderen Richtung – und gemeinsam ermöglichen sie komplexe Bewegungsabläufe des Arms. Der Deltamuskel hebt den Oberarm zur Seite (Abduktion), nach vorne (Anteversion) und nach hinten (Retroversion). Außerdem hält er den Oberarmkopf stabil im Schultergelenk.
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Synonym |
Deltamuskel |
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Ursprung |
Pars clavicularis: Schlüsselbein – laterales Drittel der Clavicula Pars acromialis: Schulterhöhe des Schulterblattes – Acromion Pars spinalis: Schulterblatt – Spina scapulae |
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Ansatz |
Oberarmknochen: Tuberositas deltoidea |
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Nerv |
N. axillaris (C4 – C6) |
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Funktion |
Hauptsächlich Abduktion des Oberarmes; zudem Beteiligung je nach Anteil an Anteversion, Retroversion, Außenrotation und Innenrotation |
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Synergisten |
M. supraspinatus |
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Antagonisten |
Aufgrund der komplexen Funktion sind direkte Antagonisten des Deltoideus nur schwer zu benennen. |
Pars clavicularis: Laterales Drittel der Clavicula (Schlüsselbein)
Pars acromialis: Obere Fläche des Acromions (Schulterdachfortsatz des Schulterblatts)
Pars spinalis: Spina scapulae (Schulterblatt)
Tuberositas deltoidea am Oberarmknochen.
Nervus axillaris, C5 und C6, hinterer Strang des Plexus brachialis.
Der Deltoideus wird von der Arteria circumflexa humeri posterior mit Blut versorgt.
In folgenden Ausbildungen gehen wir tiefer darauf ein:
Der Deltoideus ist der hauptverantwortliche Muskel für die Abduktion der Schulter. Alle Köpfe des Deltoideus arbeiten zusammen, um die Abduktion des Schultergelenks zu bewirken. Er hilft, den Arm nach vorne, zur Seite und nach hinten zu heben.
Eine weitere wichtige Funktion des Deltamuskels ist die Stabilisierung des Schultergelenks, um eine Luxation des Oberarmkopfes zu verhindern.
Der Deltoideus kann aufgrund seiner verschiedenen Anteile unterschiedliche Bewegungen ausführen. Daher arbeitet er je nach Bewegung mit unterschiedlichen Synergisten zusammen:
Abduktion: M. supraspinatus
Anteversion: M. pectoralis major
Retroversion: M. latissimus dorsi
Außenrotation: M. infraspinatus, M. teres minor
Innenrotation: M. subscapularis
Für das Training des Deltoideus, also der Schultermuskulatur, gibt es eine Vielzahl von Übungen, die gezielt die verschiedenen Bereiche dieser Muskelgruppe ansprechen.
Beuge den Ellenbogen auf 90 Grad und lass den Patienten die Schulter gegen einen Widerstand abduzieren.
Vordere Fasern: Abtasten des Deltamuskels bei gestrecktem Ellenbogen, 90 Grad Abduktion der Schulter und dann Widerstand gegen die horizontale Adduktion.
Hintere Fasern: Position wie oben und dann Widerstand gegen die horizontale Abduktion.
Jeder kann Probleme mit seinem Deltamuskel haben. Sie treten jedoch häufiger bei Sportlern auf, die viele Überkopf-Armbewegungen ausführen, wie z. B.
Dein Risiko für Schultermuskelerkrankungen steigt, wenn du
Pathologien des Deltamuskels können zu Funktionsstörungen des Schulterkomplexes führen.
Risse im Deltoideus sind nicht selten mit Rissen der Rotatorenmanschette verbunden und können die Funktion der Schulter stark beeinträchtigen.
Eine Ermüdung oder Verletzung des Deltamuskels kann zu einem signifikanten Rückgang der Abduktionskraft führen.
Der M. deltoideus und der ihn versorgende Nervus axillaris können bei Schulteroperationen verletzt werden, was verheerende funktionelle Folgen haben kann. Axilläre Neuropathien führen zu Dysfunktionen des Deltamuskels und verursachen eine Denervierung des Deltamuskels.
Bei einer Luxation der Schulter oder einer Fraktur des Oberarmknochenhalses kann der Nervus axillaris verletzt werden. Die Schädigung des Nervus axillaris führt zu einer Lähmung des Deltamuskels.
Wie werden Verletzungen des Deltamuskels behandelt?
Die meisten Deltamuskelverletzungen heilen mit nicht-operativen Behandlungen, z. B:
Schwere Verletzungen des Deltamuskels, wie z.B. ein Muskelriss, können eine Operation erfordern. Je nach Verletzung kann eine offene Operation oder eine minimalinvasive arthroskopische Schulteroperation indiziert sein.
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