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Was ist Yoga? Fragen und Antworten auf einen Blick

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Yoga am Morgen, vor dem Schlafen, zum Ausgleich – viele Sportler und Entspannungssuchende wollen Yoga in ihrem Alltag keinesfalls missen. Unser Dozent Ralf Krämer hat deshalb für euch die wichtigsten Fragen rund um die altindische Philosophie zusammengetragen und beantwortet.

Was ist Yoga?

Yoga ist ein altes ganzheitliches Übungssystem aus Indien. Es gibt Münzenfunde aus dem Industal, die etwa 5000 Jahre alt sind und eine Person im Meditationssitz zeigen. Yoga wird heute oft als die Balance von Körper, Geist und Seele definiert. Die wörtliche Bedeutung von Yoga ist in etwa mit „anspannen“ oder „anschirren“ zu übersetzen. Das Wort stammt aus dem Sanskrit, einer der ältesten Sprachen der Welt, die sich bis heute in Indien erhalten hat.

Worum ging es im historischen Yoga?

Das Ziel des historischen Yoga bestand hauptsächlich in der Beherrschung des Geistes. Durch das intensive Training des Geistes mittels der Meditation wurde der Körper besser beherrscht und der Yogi erlangte ein anderes Verständnis von der Welt. Erst um das Jahr 0 herum wurden die ersten körperlichen Übungen im Yoga durch den Gelehrten Patanjali beschrieben.

Ist Yoga eine Religion?

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Wie in allen Religionen und im Leben überhaupt spielt der Glaube an das eigene Tun im Yoga eine große Rolle. Da Yoga im Kontext des Hinduismus entstanden ist, gibt es hier natürlich einige Gemeinsamkeiten. Im Gegensatz zu den Religionen gibt es im Yoga aber keinen Schöpfer als den Ursprung aller Dinge. Yoga sieht sich als über den Konfessionen stehend, denn es ist offen für alle Glaubensrichtungen.

Was ist Vedanta, die Philosophie des Yoga?

Vedanta ist eines der sechs indischen Philosophiesysteme und in der heutigen Zeit wohl das populärste. Das Wort Vedanta kommt auch aus dem Sanskrit und bedeutet das „Ende des Wissens“. Schopenhauer hat die Schriften des Vedanta einmal als die „lohnendste und erhebendste Lektüre der Welt“ bezeichnet. Auch das späte Werk von Johann W. Goethe ist stark durch das vedische Denken beeinflusst. Das Ziel des Vedanta ist die Erkenntnis des wahren Selbst und damit verbunden ein anderes Verständnis der Wirklichkeit. Durch diese nondualistische Auffassung überwindet der Yogi die Probleme der „normalen“ Welt.

Was ist besser, Yoga oder Meditation?

Yoga bestand die ersten etwa 3000 Jahre nur aus Meditation. Dann kamen einige geeignete Körperübungen hinzu, um besser in der Meditationshaltung zu verweilen. Yoga bereitet den Körper also auf die Meditation vor. Andererseits kann Yoga auch meditativ sein, denn die Körperübungen sollten mit einer ruhigen Haltung des Geistes ausgeführt werden. Ist der Geist also zu unruhig für die Meditation, dann ist Yoga das Mittel der Wahl. Beides ist nicht voneinander zu trennen.

Was ist Hatha Yoga?

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Das Hatha Yoga nahm etwa ab dem Jahr 1000 n. Ch. eine bedeutsame Entwicklung. Aus dem Sanskrit übersetzt, bedeutet „Hatha“ so viel wie Kraft. Aus der Blütezeit des Hatha Yoga im 15. Jahrhundert stammt die erste wichtige Schrift, die Hatha Yoga Pradipika. Darin wird eine umfassende Praxis von Körperstellungen beschrieben und es werden Reinigungs- und Atemübungen genannt. Hier steht also die Schulung des Körpers im Vordergrund. Der Körper wird trainiert, über die Atemübungen gereinigt und die Energien können besser fließen. Aber auch die Körperübungen sind dem höheren Ziel des Yoga, der Selbsterkenntnis, untergeordnet.

Wie hat sich das Yoga der Gegenwart entwickelt?

Über die Handelswege von Indien kamen die ersten Yogaschriften nach Europa. Ende des 19. Jahrhunderts hielt der indische Yogi Swami Vivekananda eine erste vielbeachtete Rede in Chicago. Damit begann die Verbreitung des Yoga in der Welt. Anfang des 20. Jahrhunderts wuchs im Westen das Interesse an indischer Spiritualität beträchtlich. Viele Bücher wurden aus dem Sanskrit in das Deutsche und Englische übersetzt. Ein weiterer Meilenstein in dieser Entwicklung war 1968 der Besuch der Beatles in einem indischen Aschram. Von da an wurde Yoga im Westen zu einer Massenbewegung. Seit 2015 gibt es auch einen durch die UNO beschlossenen Weltyogatag.

Welche Yoga-Stile gibt es?

Je nach Einteilung gibt es eine unterschiedliche Anzahl von Yoga-Stilen. Jeder dieser Stile geht auf eine Yogatradition zurück. Am bekanntesten ist die Hatha Yoga-Richtung. Dies ist oft ein körperbetontes Yoga, aber auch mit Atem- und Entspannungsübungen verbunden. Weiter zu nennen sind Jnana Yoga – das Yoga des Wissens und der Schriften, Raja Yoga – das Yoga der Beherrschung des Geistes, und Bhakti Yoga – das Yoga der Hingabe. Oft werden diese Yogaschulen aber auch gemischt, daraus ist das integrale Yoga entstanden.

Ist Yoga etwas für mich?

Wenn du auch die Magie der vier Buchstaben YOGA spürst, dann kannst du Teil dieser weltweiten Bewegung werden. Yoga kann in jedem Alter praktiziert werden. Auch bei vielen chronischen und akuten Erkrankungen ist Yoga eine wertvolle Unterstützung. Nimm einfach an einer Probestunde teil und spüre die positiven Wirkungen des Yoga. Vielleicht interessiert dich ja auch eine Yoga Trainer Ausbildung?

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