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Was macht die Leber?

Die menschliche Leber

Die Leber ist die Stoffwechselzentrale unseres Körpers. Sie ist neben der Haut, mit bis zu 1,5 kg, das größte und schwerste Organ im menschlichen Körper.
Die Hauptaufgabe der Leber besteht in der Entgiftung des Körpers. Über das Blut werden Nährstoffe und damit aber auch Schadstoffe zur Leber transportiert. Dort wird es von den Leberzellen (Hepatozyten) gefiltert. Dabei speichert die Leber einzelne Substanzen und schüttet diese bei Bedarf wieder aus. Zeitgleich werden Schadstoffe über die Gallenflüssigkeit abtransportiert.

Gallenflüssigkeitsproduktion

Die Produktion der Gallenflüssigkeit geschieht während der Filterung in den Leberzellen. Dort werden fremde Substanzen wie z.B. Alkohol über die Gallengänge zwischen den Leberzellen abtransportiert. Die Galle dient der Verdauung von Fetten.

Eiweißspeicher, Um- und Abbau

In der Leber werden Eiweiße gespeichert, um- oder abgebaut. Während des Abbauprozesses von Eiweiß entsteht Ammoniak als Abfallprodukt. Da dies schon in kleinen Mengen für den Körper giftig ist, wandelt die Leber diesen in Harnstoff um.

Speicherung von Glykogen

Glykogen ist ein Vielfachzucker, der in der Leber gespeichert werden soll. Damit das funktioniert, muss die Leber das Glykogen erst in den Einfachzucker Glukose umwandeln. Sinkt der Blutzuckerspiegel, wird die Glukose wieder zu einem Vielfachzucker umgewandelt und an das Blut abgegeben. Die Leber wird ihrer Funktion der Blutzuckerregulation gerecht, indem sie je nach Bedarf Glykogen speichert oder es ausschüttet.

Allerdings kann sie nur eine bestimmte Menge an Zucker speichern. Ist zu viel Zucker im Blut, wandelt die Leber die Glukose in Fett um. Durch erhöhten Zuckerkonsum kann so Übergewicht entstehen.

Hormone

Die Leber ist an der Regulation des Hormonhaushaltes beteiligt sowie auch an der Produktion von Hormonen. Unter anderem produziert sie Vitamin D3, Angiotensinogen und IGF-1. Letzteres beschleunigt den Muskelaufbau und das Muskelwachstum. Deshalb wird IGF-1 auch in extern zugeführter Form im Rahmen des Sportdopings verwendet.

Aufbau und Funktionsweise

Fast alle über die Nahrung aufgenommenen Nährstoffe gelangen nach der Resorption aus dem Darm in das Blut. Dann ist die erste Anlaufstelle die Leber. Sie liegt auf der rechten Körperseite und geht teilweise auch auf die linke Seite über. Sie besteht aus vier Leberlappen: Lobus hepatis dexter, Lobus hepatis sinister, Lobus quadratus und Lobus caudatus und ist von einer aus Bindegewebe bestehenden roten Kapsel umgeben. Mikroskopisch betrachtet, besteht sie aus 1.000.000 Leberläppchen (Lobuli hepatica), welche die funktionellen Einheiten der Leber darstellen. Die Leberläppchen sind 6-eckig und haben einen Durchmesser von 1,1 mm. Ihr Erscheinungsbild ähnelt dem von Bienenwaben. Die Stellen, an denen sich die Leberläppchen treffen nennen sich Periportalfelder. An diesen Ecken befinden sich auch die Glisson Trias — in ihnen treffen sich Gallengänge und je ein Kapillargefäß der Vena porta (liefert Blut aus dem Darm in die Leber) und der Arteria hepatica (liefert Sauerstoff und Nährstoffe). In der Mitte der Leberläppchen liegt die Vena zentralis. Diese führt das Blut zur Vena hepatica, welche das Blut von der Leber weg leitet.
Die Verbindung von der Glisson Trais zur Vena zentralis nennt sich Lebersinus. Auf dieser Strecke wird das Blut bearbeitet. Hier werden die Nährstoffe ans Blut abgegeben oder aus dem Blut gefiltert. Das gefilterte Blut wird über die Vena hepatica von der Leber weggeführt. Die herausgefilterten Stoffwechselprodukte werden anschließend über die Gallenflüssigkeit abtransportiert.

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