Kann man mit Yoga abnehmen?

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Bereich: Muskelaufbau

Die Antwort darauf ist nicht ganz so simpel wie ein Ja oder Nein. Im Kern geht es beim Abnehmen darum, eine negative Energiebilanz zu erzielen. Oder anders gesagt: der Kalorienverbrauch muss die Kalorienzufuhr übersteigen. Das ist das entscheidende Prinzip.

Und hier kommt Yoga ins Spiel. Klar, es ist kein High-Intensity-Workout, aber es kann trotzdem eine Menge bewegen.

Nun, Yoga ist nicht gerade als "Kalorienkiller" bekannt. Es ist nicht das, was du wählst, wenn du mal eben ein paar Kilos in Rekordzeit loswerden willst. Aber halt – bevor du jetzt denkst, Yoga ist nur für Flexibilität und innere Ruhe, lass uns einen Schritt zurückgehen. Yoga hat nämlich einiges mehr zu bieten, als du vielleicht denkst. Und ja, es kann tatsächlich helfen, den Energieumsatz zu steigern. Wer regelmäßig Yoga praktiziert, bringt den Körper in Bewegung, und das kann den Kalorienverbrauch steigern – auch wenn die Übungen selbst nicht unbedingt aus der Kategorie „schweißtreibend“ fallen.

Wie viele Kalorien verbrennt man beim Yoga?

Hier kommen verschiedene Faktoren ins Spiel. Die Art des Yoga, wie intensiv du die Stunde gestaltest, und natürlich – wie könnte es anders sein – dein Körperbau. Ja, das spielt eine Rolle. Dein Gewicht, deine Größe und auch das Geschlecht beeinflussen, wie viele Kalorien du verbrennst. Bei einem sanften Yin-Yoga wirst du vermutlich weniger Kalorien loswerden als bei einer kräftigen Vinyasa-Stunde, die fließender und fordernder ist. Aber eine grobe Zahl? Klar: zwischen 180 und 600 Kalorien pro Stunde. Manchmal ist es sogar mehr, je nachdem, wie sehr du dich ins Zeug legst.

Schau mal: Wenn eine 70-kg-Person eine Stunde lang Hatha-Yoga macht, wird sie ungefähr 300 Kalorien verbrennen. Und das ist noch nicht alles. Denn Yoga tut noch mehr – es hilft, den Körper zu stärken, den Geist zu beruhigen und die Beweglichkeit zu verbessern. All das zusammen kann auf lange Sicht dazu beitragen, dass du deine Energie besser nutzt, dein Wohlbefinden steigerst und so die richtigen Grundlagen für das Abnehmen legst.

Aber, und hier kommt der entscheidende Punkt: Yoga ist kein Wundermittel. Du wirst durch eine Stunde Yoga nicht einfach Fett schmelzen lassen, ohne deine Ernährung oder andere Bewegungsgewohnheiten zu überdenken. Es ist ein Puzzlestück in einem größeren Bild.

Yoga kann daher definitiv Teil eines Abnehmprogramms sein – allerdings nicht als alleinige Lösung, sondern eher als eine von vielen Komponenten.

Welche Yoga-Stile sind am effektivsten zum Abnehmen?

Je höher die Belastungsintensität, desto höher ist in der Regel auch der Energieverbrauch.

Besonders intensive Yoga-Formen, bei denen viele Kalorien verbrannt werden, sind Bikram Yoga und Power Yoga.

Diese Yoga-Stile kombinieren intensive körperliche Aktivität mit Kraftaufbau und können so effektiv zur Gewichtsabnahme beitragen:

Bikram Yoga

Bikram Yoga ist eine spezielle Form des Hatha Yoga, die von Bikram Choudhury entwickelt wurde. Es besteht aus 26 festen Körperhaltungen (Asanas) und zwei Atemübungen. Das Besondere daran ist, dass die Übungen in einem auf etwa 40 Grad Celsius erhitzten Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit gemacht werden.

Power Yoga

Power Yoga wurde in den 1990er Jahren von Bryan Kest entwickelt und basiert auf dem traditionellen Ashtanga Yoga. Es legt den Schwerpunkt auf körperliche Fitness, Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit, statt auf Meditation und Spiritualität. Power Yoga ist ein intensives Training für den ganzen Körper, das die Muskeln dehnt, aufbaut und stärkt.

Hatha Yoga

Obwohl nicht so intensiv wie die anderen genannten Stile, kann auch Hatha Yoga zum Abnehmen beitragen.

Welche Yoga-Asanas sind besonders effektiv beim Abnehmen?

Es ist schwierig, bestimmte Yoga-Posen herauszugreifen, die für ein effektives Abnehmen taugen. Es ist beim Yoga vielmehr die Gesamtheit der Übungen und das Gesamt-Ausmaß der körperlichen Aktivität.

Hier sind aber ein paar klassische Yoga-Übungen, die dem Abnehmen sicherlich zuträglich sind:

  • Sonnengruß (Surya Namaskara): Diese Sequenz mobilisiert den gesamten Körper, regt den Stoffwechsel an und verbrennt Kalorien.
  • Stuhl-Haltung (Utkatasana): Kräftigt die Beinmuskulatur und erhöht den Kalorienverbrauch.
  • Krieger-Posen (Virabhadrasana): Alle drei Varianten sind sehr effektiv, da sie den ganzen Körper beanspruchen.
  • Brett-Haltung (Chaturanga Dandasana): Stärkt die Rumpfmuskulatur und fördert damit die Fettverbrennung.
  • Heuschrecken-Haltung (Salabhasana): Kräftigt Rücken-, Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur.
  • Herabschauender Hund: Stärkt Arme, Schultern und Bauch und kurbelt die Fettverbrennung an.

Für effektives Abnehmen mit Yoga ist es wichtig, diese Übungen regelmäßig und mit der richtigen Intensität durchzuführen.

Zusätzlich sollte auf eine gesunde Ernährung geachtet werden.

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Yoga und Ernährung

Yoga zählt bei der Energiebilanz vornehmlich auf der Seite des Energieverbrauches ein. Aber tatsächlich hat Yoga auch positive Effekte auf Seiten der Energiezufuhr:

Studien zeigen, dass Yoga-Praktizierende oft ihre Ernährung verbessern und kontrollierter essen.

Zudem kann Yoga den Cortisol-Spiegel senken und dadurch "Stress-Essen" reduzieren.

Yogische Ernährung zum Abnehmen

Yogische Ernährung ist ein ganzheitliches Konzept, das die Verbindung zwischen Ernährung, Körper und Geist betont. Yogische Ernährung kann effektiv zum Abnehmen beitragen.

Hier sind die wichtigsten Aspekte der yogischen Ernährung für die Gewichtsreduktion:

  • Fokus auf sattvige Lebensmittel: Frische, vollwertige und leicht verdauliche Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse werden bevorzugt. Diese Lebensmittel fördern Klarheit und Harmonie und unterstützen eine gesunde Gewichtsabnahme.
  • Vegetarische oder vegane Ausrichtung: Eine pflanzenbasierte Ernährung kann kalorienärmer und nährstoffreicher sein, was das Abnehmen erleichtert.
  • Frische und Qualität: Biologische, unverarbeitete Lebensmittel ohne künstliche Zusätze werden bevorzugt. Dies hilft, leere Kalorien und versteckte Zucker zu vermeiden.
  • Achtsames Essen: Mahlzeiten werden bewusst und in Ruhe eingenommen. Dies fördert eine bessere Verdauung und kann übermäßiges Essen verhindern.
  • Ausgewogenheit: Eine gute Balance von Kohlenhydraten, Proteinen und gesunden Fetten unterstützt den Stoffwechsel und hilft, Heißhunger zu vermeiden.
  • Vermeidung von stimulierenden Substanzen: Der reduzierte Konsum von Kaffee, schwarzem Tee und Alkohol kann helfen, Stress zu reduzieren und emotionales Essen zu vermeiden.
  • Timing der Mahlzeiten: Es wird empfohlen, etwa 2-3 Stunden vor der Yogapraxis zu essen. Dies kann den Stoffwechsel ankurbeln und die Fettverbrennung fördern.
  • Kombination mit Yoga-Praxis: Regelmäßige Yoga-Übungen, insbesondere intensivere Stile wie Power Yoga oder Ashtanga, können den Kalorienverbrauch erhöhen und das Abnehmen unterstützen.

Durch die Kombination dieser Ernährungsprinzipien mit regelmäßiger Yogapraxis kann man nicht nur Gewicht verlieren, sondern auch ein ganzheitliches Wohlbefinden erreichen.

Fazit

Yoga wurde nicht primär als Methode zum Abnehmen konzipiert.

Der Fokus liegt eher auf ganzheitlichem Wohlbefinden.

Dennoch kann es bei regelmäßiger Praxis und vor allem in Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung durchaus zum Gewichtsverlust beitragen.

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