Entspannend, schmerzlindernd, mobilisierend, befreiend – Yoga gehört zu den beliebtesten Sportarten. Da es nichts weiter als eine weiche Matte braucht, kann man Yoga auch ganz einfach von Zuhause aus machen. Wir stellen dir einige Übungen für Anfänger, Fortgeschrittene und Yoga-Profis vor.
In folgenden Ausbildungen gehen wir tiefer darauf ein:
Es gibt drei Traditionslinien im Yoga: das religiöse Yoga, das philosophische Yoga und das Hatha-Yoga.
| Religiöses Yoga | Philosophisches Yoga | Hatha-Yoga | |
| Entstehungsjahre | 800 v. Chr. | 200-300 v. Chr. | 800-1200 n. Chr. |
| Quelle | Veden | Yoga Sutras des Pantanjali | Hatha Yoga Pradipika |
| Inhalte | Altindische Schriften zur Religion und Weltanschauung | Leitfaden zur Funktionsweise des Körpers | Beschreibung von Körperpraktiken |
In den allermeisten Fällen wird in den Fitnessstudios das Hatha Yoga angeboten, in denen die Übungen im Vordergrund stehen und die Meditation einen eher kleineren Teil ausmacht. Im ursprünglichen Sinne ist das Ziel des Hatha Yogas die Einheit von Körper, Geist und Seele.
Das Hatha Yoga besteht aus insgesamt fünf Grundelementen.
| Element | Umsetzung |
| Asanas | Körperübungen |
| Pranayama | Atemtechniken |
| Dhyana | Meditation |
| Savasana | Tiefenentspannung |
| Bewusste Lebensführung und Ernährung |
Die Asanas, also die Körperübungen, sind beim Hatha Yoga entscheidend. Sie dienen dazu, den Körper zu dehnen und zu entspannen, gleichzeitig bereiten sie den Körper auch auf meditative Elemente vor.
Die Pranayamas haben ebenfalls eine ganzheitliche Wirkung auf deinen Körper. Während der Atemübungen nimmst du mehr Sauerstoff ein, dein Körper und Geist entspannen sich. Deine Lungenkapazität erweitert sich. Diese Art von Übung hilft bei bestimmten Ängsten, Lampenfieber oder wenn du gereizt bist.
Das Ziel der Asanas ist die Dhyana, die stille Meditation. Dein Blick ist dabei nach innen gerichtet und konzentriert sich auf ein bestimmtes Objekt. Die klassische Haltung für die Dhyana ist der Lotussitz, in dem die Beine im Schneidersitz überkreuzt werden.
Die Tiefenentspannung, auch Savasana genannt, wird in der Regel vor und nach den Yoga Übungen durchgeführt. Es geht dabei um das Loslassen des Körpers und des Geistes, um sich komplett zu entspannen. Ziel der Meditation ist außerdem eine bessere Konzentration, mehr Ruhe und Gelassenheit sowie im Einklang mit dem eigenen Körper zu sein.
Regelmäßiges Yoga Training hilft dir dabei, dich besser zu konzentrieren, gelassener zu sein und selbstbewusster durch den Tag zu gehen.
Bevor du mit deiner Praxis beginnst, solltest du auf ein paar Dinge achten. Yoga mit vollem Magen ist nicht besonders angenehm. Verzichte lieber zwei Stunden vor deinem Training aufs Essen, damit du dich voll und ganz auf die Übungen konzentrieren kannst.
Der Ort, den du für dein Training wählst, sollte eine angenehme Atmosphäre haben, ruhig und auch warm sein. Trage bequeme Kleidung, in der du dich wohl fühlst und führe die Übungen am besten barfuß aus. So hast du einen stabilen Stand und rutscht nicht auf der Matte.
Vor allem bei den fortgeschrittenen Übungen gilt: Sollte eine Position schmerzhaft sein, höre besser auf und ändere deine Haltung. Nach anspruchsvollen Asanas sollte eine kleine Pause eingelegt werden. Somit vermeidest du, deinen Körper zu überlasten.
Solltest du schwanger sein, kann sich Yoga sehr positiv darauf auswirken und dich durch den Prozess begleiten. Wenn du vor der Schwangerschaft noch nie Yoga praktiziert hast, empfiehlt es sich, das zweite Trimester abzuwarten. Wichtig ist es in jedem Fall mit deinem Arzt darüber zu sprechen und dich beraten zu lassen, welche Übungen für dich geeignet sind und welche du vermeiden solltest.
Bei dieser Übung wärmst du deinen Körper auf und dehnst ihn. Somit lösen sich erste Verspannungen.
Bei dieser Asana werden Wirbelsäule und Nacken gestreckt. Der herabschauende Hund ist einer der Grundübungen im Hatha Yoga.
Es gibt drei Variationen des Kriegers, den man auch unter dem Namen „Held“ findet. Wir zeigen dir die Position II des Kriegers. Bei ihr wird Kondition und Kraft aufgebaut. Sie trainiert vor allem deinen Quadriceps und deinen Po.
Bei Stress und Schmerzen im unteren Rücken ist diese Übung genau das Richtige.
Diese Übung hat einen positiven Effekt auf dein Nervensystem und dehnt deine Wirbelsäule und den unteren Rücken.
Bei dieser Yoga Übung dreht sich alles um Entspannung und Dehnung. Sie wird im Stehen ausgeführt und kräftigt die Bauch-, Rücken- und Gesäßmuskeln.
Diese beiden Übungen sind komplementär, das heißt, sie ergänzen sich. Sie sprechen deine Wirbelsäule an und machen diese flexibler und stärken sie.
Du möchtest dein Gleichgewicht trainieren? Dann ist diese Übung optimal für dich als Anfänger. Diese Asana steigert außerdem deine Konzentration und kräftigt deine gesamte Muskulatur.
Im Original heißt diese Übung „Utthita Parsvakonasana“. Sie stärkt deine Beine, macht dich gelenkiger und steigert deine Standfestigkeit und Balance.
Du kennst bestimmt noch die Haltung der Kerze, die Kinder gerne machen und die ebenfalls eine Yoga Übung bildet. Der Pflug ist die Weiterführung davon. Er wirkt sich positiv auf die Wirbelsäule aus und steigert das innere Wohlbefinden.
Bei dieser Yoga Position werden deine Muskeln in Brust, Bauch und der Wirbelsäule angesprochen und gestärkt. Auch deine Oberschenkel- und Gesäßmuskeln werden beansprucht, dein Kreislauf kommt in Schwung. Es braucht eine gewisse Dehnbarkeit und Stabilität, um diese Asana auszuführen.
Für die Asana, die auch „Krähe“ genannt wird, benötigst du eine gute Balance. Außerdem muss sehr auf die richtige Ausführung geachtet werden. Dabei werden vor allem deine Arme und Hände trainiert, außerdem wird dein Leistenbereich geöffnet und dein Selbstvertrauen gestärkt.
Die Welt steht Kopf! Aber das kann manchmal auch ganz gut sein: Bei dieser Yoga Asana wird die Durchblutung gefördert, deine Konzentration steigt. Sie kann außerdem bei Verstopfungen und Krampfadern helfen. Nach dem Kopfstand wirst du dich ausgeglichener und energetischer fühlen.
Mach dir keinen Stress! Yoga ist Achtsamkeit und das Bewusstwerden des gegenwärtigen Moments. Egal, ob du Übungen für Anfänger, Fortgeschrittene oder Profis wählst – es geht um dich, deinen Körper und vor allem dein Wohlbefinden, nicht darum, sich möglichst weit zu verbiegen. Yoga ist auch, einfach nur zu atmen. Für dich, deine Gesundheit und deinen Geist. Lass deinen Körper fließen und die Gedanken frei. Ommmm.
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