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Kniesehnenreflex

Auslösung des Kniesehnenreflexes durch Schlag auf die Patellasehne

Wenn mit dem Reflexhammer auf das Bein gehauen wird, zuckt es. Doch warum ist das so? Der sogenannte Kniesehnenreflex wird über einen Reiz auf die Patellasehne ausgelöst. Der große Oberschenkelmuskel (= Musculus quadriceps femoris) verläuft vom Darmbein über den Oberschenkel bis zum Schienbein. Dieser Muskel sorgt also für die Beugung in der Hüfte und die Streckung im Kniegelenk. Oberhalb der Kniescheibe treffen sich die vier Muskelbäuche und schließen sich zu einer Sehne zusammen, die über die Kniescheibe verlaufend, am oberen Ende des Schienbeins ansetzt.

Der Reflex wird durch die Dehnung von Muskelspindeln ausgelöst

Jeder Muskel enthält Dehnungsrezeptoren, die sogenannten Muskelspindeln. Sie messen die Spannung in der Muskulatur und reagieren auf Längen- und Spannungsänderungen. Ihre Hauptaufgabe ist das Verhindern von Überdehnungen. Zugleich lösen sie den monosynaptischen Dehnungsreflex aus, der beim Schlag auf die Sehne die Dehnungsrezeptoren anspricht und zur Streckung im Kniegelenk führt.

Die Reizweiterleitung verläuft monosynaptisch, d.h. der Reiz geht nur über eine Synapse und nicht bis zum Gehirn, sondern wird direkt im Rückenmark umgeschaltet. Es folgt die Reaktion im Muskel, also das Anspannen des Muskels, wodurch das Knie gestreckt wird.

Der Kniesehnenreflex ist ein Muskelreflex

Der Begriff Kniesehnenreflex ist dabei verwirrend, da es sich gar nicht um einen Sehnenreflex, sondern um einen Muskelreflex handelt.

Was sind Reflexe?

Reflexe sind dadurch gekennzeichnet, dass sie schnell und autonom ablaufen. Sie können nicht willentlich gesteuert werden. Reflexe dienen als Schutzfunktion und regulieren die Haltung des Körpers, sowie die Spannung der Muskulatur.

Die anatomische Grundlage für Reflexe bildet der sogenannte Reflexbogen, der aus sensiblen und motorischen Nerven besteht. Es wird unterschieden nach Eigen- und Fremdreflexen: Beim Eigenreflex liegen Rezeptor und Effektor auf der gleichen Stelle. Beim Fremdreflex liegen Rezeptor und Effektor an unterschiedlichen Stellen. Der Fremdreflex ist polysynaptisch, d.h. es werden mehrere Synapsen angesprochen. Die Fremdreflexe müssen zum großen Teil erlernt werden. Je stärker der Impuls ist, desto stärker fällt die Reaktion aus. Die Eigenreflexe sind angeboren und ihre Stärke ist immer gleich und nicht von der Impulsstärke abhängig.

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