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Was passiert beim Impfen?

Immunabwehr

Impfen ist ein heikles Thema, bei dem die Meinungen stark auseinander gehen. Der Zweck einer Impfung besteht darin, dass das Immunsystem durch den Kontakt mit Erregern trainiert wird und diese effektiver bekämpft werden können.

Im 18. Jahrhundert erkannte man, dass der Kontakt mit einem Erreger dabei hilft, einer Infektion vorzubeugen. Es wurde das Prinzip der Immunisierung entdeckt. Damals traten dabei häufig Nebenwirkungen auf, da das richtige Maß für den Kontakt mit den Erregern noch nicht ermittelt werden konnte.

Der aktuelle Impfstatus sollte regelmäßig geprüft werden, damit ein kontinuierlicher Impfschutz gewährleistet werden kann. Denn der Impfschutz ist, je nach Impfung von unterschiedlicher Dauer. Mit ein Grund hierfür sind die unterschiedlichen Arten zu impfen. Es findet eine Unterscheidung nach aktiver und passiver Immunisierung statt, bei denen die Haltbarkeit und das Vorgehen variiert.

Aktive Immunisierung

Dabei handelt es sich um die klassische Impfvariante, bei dem der Impfstoff Antigene - also die Krankheitserreger - enthält. Diese Form der Impfung kann lediglich bei gesunden Menschen durchgeführt werden. Dies begründet sich mit der Impfmethode.

Dem gesunden Menschen werden abgetötete bzw. abgeschwächte Erreger verabreicht, um dem Körper eine Infektion vorzutäuschen. Die Erreger lösen eine Immunreaktion im Körper aus und sorgen dafür, dass der Körper Antigene und Gedächtniszellen bildet. Von Beginn der Impfung bis zum vollständigen Schutz können bis zu vier Wochen vergehen. Dafür ist der Körper bei zukünftigen Kontakten mit dem Erreger in der Lage, durch die Gedächtniszellen den Erreger wiederzuerkennen. Die Zellen reagieren auf die Antigene (Erreger) und leiten die Produktion von spezifischen Antikörpern ein. Diese bekämpfen den Erreger und sorgen dafür, dass die Krankheit nicht ausbricht.

Aktive Impfungen werden im Impfpass aufgeführt: z.B. Mumps, Masern, Röteln. Der Impfpass sollte regelmäßig überprüft werden. Denn die Gedächtniszellen, die für die Produktion der Antikörper verantwortlich sind, haben eine Lebensdauer von knapp 10 Jahren. Aus diesem Grund müssen Impfungen in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden.

Durch die aktive Immunisierung wird ein langfristig wirksamer Schutz vor den Erregern aufgebaut.

Passive Immunisierung

Im Gegensatz zur aktiven Immunisierung enthält der Impfstoff der passiven Immunisierung die Antikörper gegen den Erreger. Der Körper muss diese also nicht selber herstellen. Dabei werden Antikörper menschlicher, tierischer oder genetischer Herkunft verwendet. Klassisch erfolgt die passive Immunisierung, wenn der Körper sich bereits mit dem Erreger infiziert hat oder sich dem Erreger durch z.B. eine Reise aussetzt (Malaria). Die verabreichten Antikörper sorgen für einen sofortigen Schutz vor dem Erreger. Da bei dieser Impfform die Gedächtniszellen nicht angeregt werden, ist der Schutz gegen den Erreger nicht von langer Dauer.

Immunisierung bei Säuglingen

Neugeborene benötigen in der Regel in den ersten Lebensmonaten keine Impfung, da auch Muttermilch Antikörper enthält. Sie sind ein wichtiger Schutz für das Neugeborene. Die Immunabwehr des Neugeborenen wird als Nestschutz bezeichnet. Bereits in den letzten Wochen der Schwangerschaft werden Immunabwehrstoffe von der Mutter auf das Kind übertragen. Der sogenannte Nestschutz hält etwa 9 Monate an, reduziert sich aber bereits nach 2-3 Monaten.

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