Kinesiologie Tape Anleitung: Knie, Schulter, Nacken und Fuß

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Bereich: Taping

Es gibt eine Vielzahl von Kinesiologie Tape Anlagen, die bei unterschiedlichsten Verletzungen und Problemen helfen können. Gerne wollen wir uns die Zeit nehmen, die verschiedenen Möglichkeiten der Tape Anlage zu erläutern. Wir sagen Dir, worauf Du achten musst.

Die richtige Vorbereitung

Bevor du das Kinesiologie Tape anlegst, solltest du auf eine sorgfältige Vorbereitung achten. Dazu zählen:

  1. Ecken des Tapes abrunden, damit es länger hält und die Ecken sich nicht so schnell ablösen
  2. Tape-Anlage immer warm streichen, damit die Klebekraft aktiviert wird
  3. Haut entfetten und Haare rasieren für längere Haltbarkeit und Verhinderung von Hautreizungen

Tape-Anlage am Knie: Kniegelenkerguss

Nicht nur Sportler leiden unter Schmerzen im Kniegelenk. Verletzungen, Abnutzung und Vorerkrankungen sorgen immer wieder für Probleme und unangenehme Schwellungen. Kinesiologie Tapes haben sich hierbei schon des Öfteren als gute Behandlungsmethode bewährt. Wie Du am besten vorgehst erfährst Du hier.

Um einen optimalen Tapeverband am Knie anzulegen, benötigst Du zwei lange und zwei kurze Tapestreifen. Eine Faustregel besagt, dass Du lieber zu viel als zu wenig Tape abschneiden solltest. Die Länge der von Dir benötigten Streifen ermittelst Du anhand der Stärke und dem Umfang der Schwellung am Kniegelenk. Am besten ist es, wenn Du beim Abmessen der Streifen auf dem Rücken liegst, und das Knie ca. 70° gebeugt hältst.
Nun reißt Du das Papier auf dem kürzeren Tape in der Mitte auf und schlägst es ca. 10 cm nach hinten. Klebe es anschließend um die Kniescheibe herum. Achte darauf, das Band von außen um die Kniescheibe zu führen. Das Tape sollte dabei bereits eine leichte Dehnung haben. Das zweite Tape wird an der Innenseite angelegt. Auch hier musst Du es um die Kniescheibe herumführen. Um den Tapeverband zu verstärken, legst Du nun die beiden längeren Tapestreifen auf dieselbe Weise direkt neben den kurzen Pflasterstreifen an.

Tape-Anlage für die Schulter: Deltamuskel

Schulterschmerzen können besonders unangenehm sein und Deine Mobilität extrem einschränken. Doch auch hier verspricht ein Kinesiologie Tape Verband Abhilfe. Wir möchten Dir zeigen, wie Du gezielt den Deltamuskel tapest, um Linderung zu verschaffen.

Zum Abmessen des Armes sollte dieser am Körper nach unten angelegt sein. Die Länge des Pflasters muss der Distanz zwischen Ansatz des Deltamuskels und dem Schultergelenk entsprechen. Das Tape wird unterhalb des Ansatzpunktes des Deltamuskels, am seitlichen Oberarm, ohne Zug verankert. Daraufhin wird das Tape in Y-Form ohne Zug um den Muskel herumgeführt. Achte darauf, dass die beiden Enden auf dem Schulterdach wieder aufeinander zulaufen und spannungsfrei fixiert werden.

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Tape-Anlage am Kopf: Nackenbereich

Kopf- und Nackenschmerzen sind weit verbreitet. Verursacht werden diese oft durch Verspannungen. Schnelle Hilfe und eine gute Alternative zu Aspirin und Co. ist ein speziell angelegter Tapeverband im Nacken. Er hilft dabei, die Schmerzen abzulenken und die angespannte Muskulatur zu entlasten. Bitte denke daran, dass die Tape-Anlage keine dauerhafte Behandlung ist, sondern Dir nur Erleichterung verschaffen soll.
Zum richtigen Anlegen, solltest Du Dich zunächst leicht nach vorne beugen. Lege dafür Dein Kinn auf die Brust.

Nun lokalisierst Du den Schmerz. Liegt dieser zwischen den Schulterblättern beginnen wir dort mit dem Abmessen des Tapes. Der von Dir lokalisierte Schmerzpunkt dient als Ankerpunkt.

Das Pflaster sollte lang genug sein, dass es von dort bis ca. 5 cm unter den Haaransatz reicht. Schneide vor dem Aufkleben das Tape in eine Y-Form. Lediglich 4 cm des Pflasters sollen zusammenhängend bleiben.

Fixiere nun den Ankerpunkt und ziehe das aufgeschnittene Tape über den gebeugten Nacken bis zum vorher abgemessenen Punkt unter dem Haaransatz. Durch die Beugung solltest Du eine maximale Vorspannung erreichen.

Nun kannst Du ein zweites Tape abmessen. Nutze hierfür die Distanz zwischen den Ohren. Klebe es mit der sog. Stretchtechnik fest. Hierfür löst Du das Papier in der Mitte den Tapes ca. 10 cm, verankerst es und bringst es mit maximaler Dehnung unterhalb des Haaransatzes an.

Daraufhin wird der Rest des Papiers gelöst und aufgestrichen. Bitte achte hierbei darauf diese Endstücke nicht mehr zu dehnen. Sie dienen Dir als Pufferzone.

Tape-Anlage an der Wade: Achillessehne

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Achillessehne zu tapen. Für die Erste und etwas einfachere Variante nimmst Du ca. an der Mitte der Ferse bis knapp unterm Wadenansatz Maß.

Zuerst verankerst Du das Tape an der Ferse und spannst es dann, mit maximaler Zugkraft, über die Achillessehne bis zum Wadenmuskel. Dort fixierst Du das Tapeende wiederum ohne Spannung. Um die Klebedauer des Tapeverbands zu optimieren, solltest Du das Kinesiologie Tape gründlich um die Sehne modellieren.

Der zweite Verband, der sich dafür eignet Deine Achillessehne zu behandeln, erfordert etwas mehr Tape. Die Länge sollte in jetzt von der Kniekehle bis hin zum Ballen des großen Zehen bemessen werden.

Daraufhin schneidest Du 2/3 des Bandes in Längsrichtung entzwei. Die erste Anlage des Kinesiologie Tapes beginnt nun direkt am Ansatz der Achillessehne. Dort bringst Du den Teil des Tapes an, bei dem der Schnitt endet und wo aus zwei Streifen wieder einer wird (ca. bei 1/3).

Nun ziehst Du das Kniesiologie Tape mit ca. 30 % Zugkraft über die Fußsohle und streichst es fest. Die aufgeschnittene Tapeseite wird nun ohne Zug links und rechts um die Wadenmuskulatur angelegt, bis sie sich unterhalb der Kniekehle wieder treffen. Um die Achillesferse zusätzlich zu stützen werden nun zwei 10 cm lange Tapestreifen geschnitten und an den Ecken abgerundet.

Nun reißt Du das Papier eines der kurzen Tapes in der Mitte auf und klebst das Pflaster maximal vorgedehnt horizontal in der Höhe des Knöchels an und streichst es nach links und nach recht auf.

Der zweite Tapestreifen wird auf dieselbe Art an der Fußsohle und der Fußoberseite angebracht. Achte auch hier darauf das Kinesiologie Tape unter maximaler Vorspannung anzubringen.

Tape-Anlage am Fuß: Sprunggelenk

Ebenso häufig wie Knieprobleme ist das Umknicken. Was zunächst harmlos klingt, kann schnell zu einem lästigen Leiden werden. Ein instabiles Sprunggelenk wird immer wieder zu Problemen führen. Auch hier kann Kinesiologie Tape Abhilfe schaffen.

Da die Tape-Anlage auf der nicht schmerzenden Seite begonnen wird, ist es wichtig, den Schmerz zu lokalisieren. Miss nun das Band ab. Hierfür solltest Du die Distanz zwischen Innen- bzw. Außenknöchel (nicht schmerzende Seite) unter der Fußsohle entlang bis hin zur Mitte des Unterschenkels ermitteln.

Verankere das Tape auf der nicht schmerzenden Seite und klebe es mit leichtem Zug über die Fußsohle in Richtung des zuvor ermittelten Schmerzes. Dabei sollte das Kinesiologie Tape leicht angespannt sein. Über dem Knöchel angelangt kannst Du den Rest des Pflasters nach oben hinweg glattstreichen.
Im nächsten Schritt dehnst Du Deinen Fuß soweit wie es der Schmerz zulässt und bringst daraufhin ein querliegendes Kinesiologie Tape an. Reiß es bitte mittig auf, dehne es vor und bringe es über dem Schmerzpunkt an.
Erneure das querliegende Band in regelmäßigen Abständen von 7 Tagen, um Stabilität zu gewährleisten.  

Tipp

Informiere Dich bei Physiotherapeuten und Chiropraktikern über die für Dich geeigneten Tapeverbände. Bei schwer zu erreichenden Stellen, wie den Rücken, ist es Ratsam einen Freund oder eine Freundin um Hilfe zu bitte.

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